Berlin
Staatsoper Berlin
Sonntag,
03. Juni 2012,
19:30 Uhr
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Musikalische Leitung: Christopher Moulds
Rekonstruktion: Attilio Cremonesi
Choreographie, Inszenierung Sasha Waltz
Bühnenbild: Thomas Schenk, Sasha Waltz
Kostüme: Christine Birkle
Licht: Thilo Reuther
Dido: Aurore Ugolin
Aeneas: Reuben Willcox
Belinda: Deborah York
Second Woman: Céline Ricci
Sorceresse: Fabrice Mantegna
First Witch | A Sailor Eberhard Francesco Lorenz
Second Witch | Spirit Michael Bennett
Tanz: Yael Schnell
Michal Mualem
Virgis Puodziunas
Luc Dunberry
Manuel Alfonso Pérez Torres
Sasa Queliz
Maria Marta Colusi
Charlotte Engelkes
Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
Xuan Shi
Takako Suzuki
Jirí Bartovanec
László
Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests und der Akademie für Alte Musik Berlin in Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg und der Opéra de Montpellier.
Realisiert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin.
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Gemeinsam mit Tänzern ihres Ensembles sowie Musikern, Choristen und Solisten erarbeitete Sasha Waltz die Oper "Dido und Aeneas" von Henry Purcell. Die vielschichtige Gefühlswelt dieser einzigen durchkomponierten Oper Purcells bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt der choreographischen Arbeit. Sasha Waltz konzentriert sich dabei auf die beiden Hauptfiguren der Handlung, die karthagische Königin Dido und den aus Troja geflohenen Aeneas und deren tragische Liebesgeschichte, die mit dem Tod der Dido endet.
"Dido und Aeneas", Purcells erstes Bühnenwerk und einzige Oper, wurde 1689 zunächst am Hofe und im Jahr 1700 dann auch öffentlich im Theater aufgeführt.
Wie das Gesamtwerk Purcells hat "Dido und Aeneas" keine Vorläufer und keine Nachahmer. Die Orchesterbesetzung (Streicher und Basso continuo) deutet auf das Vorbild der französischen Musik.
Purcell hat die im mythischen Karthago spielende Geschichte der Königin Dido, die von Aeneas verlassen wird, in bewegende Töne gekleidet: Ihr Lamento ist nicht umsonst das bekannteste Stück der Oper.
Die Geschichte aus dem antiken Versepos wird durch eine Zauberin und Hexen, durch einen Sturm und Donnergrollen theatralisch wirkungsvoll. Dabei wird die antike Mythologie "modernisiert": Nicht der göttliche Streit zwischen Juno und Jupiter löst den Rückzug des Aeneas und damit die Katastrophe aus, sondern eine böse List der Hexen, und das rituelle Selbstopfer Didos ist durch ein Ende mit gebrochenem Herzen ersetzt.
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